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Published on September 26th, 2014 | by Matthias Lindl

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The Type 1 – a Diabetes Journey

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Heute ist Freitag, der Blogwochen Freitag. Heute geht es um Geschichten und nun erzähle ich euch eine!

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Mit dem Diabetes erlebt man so einiges verrücktes Zeug. Tolle Dinge, blöde Dinge und es passieren sogar besondere Dinge. Von so einem besonderen Ereignis möchte ich euch heute erzählen. Aber bevor es soweit ist muss es ja ordentlich eingeleitet werden. Also los:

Klar, mit Diabetes haben wir zwangsläufig jeden Tag zu tun. Wir kümmern uns 24/7, 365 Tage im Jahr um uns und ihn. Manche mehr, manch Einer aber auch weniger. Jeder von uns ist ab und zu ordentlich genervt davon, auf jedem Teller mehr Zahlen zu sehen als das eigentliche Gericht, was dort schön drapiert auf dem Teller ist. Wir wollen ab und zu gern eine Auszeit vom Diabetes nehmen, wenn er nervt und uns zu viel wird, aber das geht nun mal nicht.

Aber hin und wieder erlebt man mit dem Diabetes auch wirklich nette Dinge. Wenn ein Tag einfach prima läuft, ohne große Hypos oder Hypers. Schon das ist ein großer Erfolg und man hat Grund sich darüber zu freuen, denn man selbst ist genau dafür verantwortlich. Ab und zu kommt es auch vor, das wir andere Typ 1 Diabetiker treffen und uns sogar mit ihnen austauschen. Diese Gespräche können dann sogar sehr viel Zeit einnehmen und sind irre spannend für beide Seiten, da jeder Diabetiker andere Dinge mit dem Diabetes erlebt und anders damit umgeht. Oder man wird in eine dieser Diabetes Community´s geschubst und hat eigentlich jeden Tag mehr mit dem Diabetes zu tun als der Otto Normal Diabetiker. Jeden Tag gibt es unglaublich viel Austausch und es wird sich der Mist von der Seele getextet. Ob auf Twitter, Facebook oder Instagram, überall kann man eine Art von Austausch feststellen, wenn man nur danach sucht. Mir gefällt es sehr, dass ich mehr mit Diabetes zu tun haben, als ich eigentlich müsste. Dank des Diabetes habe ich mit dem Bloggen begonnen, habe Menschen kennengelernt die auch Typ 1 Diabetes haben. Klar habe ich eine Großteil weniger Freizeit nach der Arbeit als andere, aber hey… Dafür kommt dabei auch etwas positives hervor. Wenn es nur einmal im Monat eine Email ist in der steht, dass jemandem mein Blog gefällt. Schon das fühlt sich einfach super an. Diabetes kann in jedem Fall viele Gute aber auch Doofe Sachen hervorbringen.

„Jeder ist seines Glückes Schmied.“

Ich glaube dieser Spruch gilt unter anderem auch für ein Leben mit Diabetes. Man kann so unglaublich viel aus dem Diabetes ziehen, so viel über sich selbst und seinen Körper lernen. Ich finde es bis heute unfassbar, was ich alles dadurch lernen konnte. Aber nun gut, kommen wir doch langsam zu der besonderen Geschichte.

Für die die es noch nicht in den sozialen Medien mitbekommen haben, ich habe eine Freundin die wie das Schicksal will auch zufälliger Weise Typ 1 Diabetikerin ist. Sie kommt sogar auch aus Hamburg und schreibt eine Blog und ist in der dedoc aktiv. Die Rede ist von Bente (reisen-mit-typ1.de). Wir haben uns letztes Jahr im Sommer kennengelernt und von dort an viel Zeit miteinander verbracht. Selbst als ich noch nicht in Hamburg gewohnt habe haben wir uns sehr häufig gesehen und ich bin oft nur deshalb nach Hamburg gedüst. Während der Zeit meiner Wohnungs -und Jobsuche hier in Hamburg konnte ich zum Glück immer bei ihr bleiben, was selbstverständlich viel dazu beigetragen hat, das wir irgendwann zusammengefunden haben. Ich bin mir bis heute immer noch sehr sicher, dass es alles meine Reihe sehr guter Zufälle gewesen ist, dass wir uns kennengelernt haben. Sei es, dass ich mit in die dedoc gerutscht bin oder mit dem Bloggen angefangen habe. Alles hat irgendwie dazu geführt, dass ich Bente kennengelernt habe. Aber was hat am meisten damit zu tun?! Klar, der Diabetes. Denn ohne ihn wäre es niemals dazu gekommen geschweige denn in die Nähe.

Was wirklich gut daran ist eine Typ 1 Diabetikerin zur Freundin zu haben fragt ihr euch? Es kann so unglaublich entspannend sein. Nachts eine Hypo haben ist gar kein Ding mehr. Es ist eine Selbstverständlichkeit Nachts füreinander aufzustehen und dem anderen zu helfen. Das ganze Diabetesleben wird finde ich um einiges entspannter und es lässt sich viel besser leben, wenn man niemandem erklären muss was eigentlich los ist, oder was er/sie im Falle des Falles tun muss. Ich bin überglücklich mit dem was meine bisherige Lebenszeit mit Diabetes mir gebracht hat und werde mich auch in vielen Jahren noch eine viele tolle Ereignisse zurück erinnern, die mit dem Diabetes zu tun haben.

Versucht einfach mal euren Diabetes zu akzeptieren und auch kleine Erfolge zu feiern. Damit kann man sich selbst verdammt gut helfen und sich motivieren weiterzumachen!

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About the Author

Matthias ist ein Tech-Nerd, Tattoofreund und Typ 1 Diabetiker. Er schreibt über sein Leben in der Welt der Tattoos und des Diabetes.



4 Responses to The Type 1 – a Diabetes Journey

  1. Larissa says:

    Schöööööön :)

  2. Jochen says:

    So positiv, mit so wenigen Abers hab ich selten jemand über seinen TD1 sprechen hören.

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