Allgemein Libre Style

Published on September 27th, 2014 | by Matthias Lindl

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Libre oder Flash – hauptsache Messen

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Nun hatte ich das Glück das Freestyle Libre von Abbott an meinem Arm zu tragen und muss euch sagen: Es hat einiges drauf! Wenn man das Gerät nicht gerade mit einem CGM vergleicht, dann kann es jeden begeistern. Lest selbst.

Da schon genug über das Freestyle Libre (FGM) geschrieben und gemunkelt wurde werde ich hier nicht noch einmal anfangen das Gerät groß zu erklären, sondern gleich zum Test kommen. Das ist doch das interessante, nicht?

Das Setzen des Libre Sensors

Ich muss das, das Setzen hätte ich mir um einiges haarstreubender vorgestellt. Aber nö. Man schraubt ganz einfach 2 Teile zusammen und dann kann man sich den Sensor auf die Haut stempeln. Schon das Zusammensetzen der zwei Einzelteile geht ziemlich leicht von der Hand und war überhaupt kein Problem. 14 Tage kann der Sensor nun dran bleiben und mir freudig Werte beschaffen, die ich dann wie ein kleiner Professor analysieren kann. Der Sensor hierbei ist nicht größer als ein 2 Euro Stück und ist auch fast genauso flach. Das Pflaster hielt bei mir vom ersten setzen an unglaublich gut. Bei anderen Systemen dieser Art hatte ich oft Probleme mit den Pflastern, sie lösten sich zu schnell, aber das Pflaster beim Libre bleibt, unzwar 2 Wochen!

Wenn das eigentliche Setzen erledigt ist und sich alles in Ordnung anfühlt dann muss der Sensor aktiviert werden. Das nimmt man einfach das Libre Messgerät zur Hand und wird gleich freundlich gebeten einen neuen Sensor zu aktivieren. Einmal gescant, dann ist der Sensor gefunden und wir dürfen 60 Minuten warten, bis es dann ans eingemachte gehen kann. In der Zeit kann man sich aber super beschäftigen. Alle 2 Minuten wieder aufs Displays gucken , wie lange man noch warten muss. Töne umstellen, Datum und Uhrzeit etc.

Das Scannen

Das „Messen“ mit dem Freestyle Libre ist sehr angenehm. Ich weiss auch nicht wie es unangenehm könnte. Mehr als mit dem Messgerät über den Sensor scannen tut man auch nicht. Genau das bringt uns aber unsere ach so schönen Werte. Egal wo wir sind oder was wir gerade treiben. Schnell das Libre gezückt und einmal einen Scan durchgeführt. Das geht schnell und für die die es wollen auch wirklich diskret. Kalibrieren muss man diesen Sensor auch nicht. Das passiert automatisch. Dies bedeutet, dass wirklich keine Fingerstiche mehr von Nöten sind. Am Anfang habe ich aber noch öfter nachgemessen, einfach um zu schauen wie groß oder klein die Abweichungen der Systeme sind. Nun mache ich das überhaupt nicht mehr und vertraue dem Gerät voll und ganz.

Für meinen Teil kann ich sagen, dass die Abweichungen des Gerätes nicht sehr groß sind. Das kommt aber immer darauf an in welcher Situation ihr scannt. Wenn ihr gerade gegessen habt und der Blutzucker total am steigen ist, ist eine höhere Abweichung natürlich die Folge. Ebenso wenn ihr gerade stark sinkt. Wenn ihr mit einem anderen Gerät messt müsst ihr euch im Klaren darüber sein, dass auch dieses Gerät eine bestimme Toleranz hat, genau wie das Libre.

Wichtig ist, dass ihr alle 8 Stunden einmal scannen müsst, um eine lückenlose Aufzeichnung eures Glukosewertes zu bekommen. Wenn ihr diese 8 Stunden verpasst und euch erst nach 9 Stunden scannt, dann geht eine Stunde verloren.

Libre Menü 2Libre MenüLibre Messung

 

Das Libre selbst hat eine Graphen und Muster auf dem Gerät selbst zum anschauen, die auch schon sehr interessant sind. In der Software, die ihr für Mac und Pc herunterladen könnt, gibt es noch viel mehr zum anschauen. Diese könnt ihr direkt bei Abbott herunterladen.

 

 

 

 

 

 

Das Libre im Alltag

Im Alltag trägt sich das Freestyle Libre unglaublich gut. Ich bemerke es gar nicht und vergesse es auch manchmal komplett. Ich kann mich einfach überall blitzschnell messen und das unglaublich diskret. Wenn es dann doch vorkommt, dass jemand sieht das ich da ein Gerät über meinen Arm ziehe, dann finden die Leute es sehr interessant und fragen auch gerne danach. Dann erkläre ich ihnen natürlich was das für ein Gerät ist und wozu ich es habe und brauche. Mein Alltag geht durch das Libre viel schneller und einfach von der Hand. Wir wissen alle das das herkömmliche Messen mit dem Fingerstich auch nicht viel Zeit kostet, aber trotz allem muss man dafür kurz seine Arbeit oder was auch immer für eine Aktivität unterbrechen. Das muss nun nicht mehr getan werden. Zumindest nicht so lange wie im Normalfall.

Fazit

Nachdem ich das Gerät nun einige Zeit tragen durfte und es von allen Seiten betrachtet habe kann ich nur ein lautes „Gefällt Mir!“ raushauen. Das Gerät bietet unglaubliche Möglichkeiten für die Therapieanpassung. Jeder Diabetologe wird sich freuen mit so viel Werten überhäuft zu werden. Das Gerät funktioniert einwandfrei und erleichtern sicherlich jedem den Alltag!

 

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About the Author

Matthias ist ein Tech-Nerd, Tattoofreund und Typ 1 Diabetiker. Er schreibt über sein Leben in der Welt der Tattoos und des Diabetes.



2 Responses to Libre oder Flash – hauptsache Messen

  1. klaeui says:

    Tolles neues Hightech-Teil. Hoffe das gibts im Alpenland auch bald :)

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